Impressum       Sitemap
 
 


Bullen 2012






Maxima ist neue Miss RSA

Grand Champion RH Maxima (v. Talent2) machte ihren Besitzer Henrik Wille stolz

Stimmungsvolles Ambiente, Tannenduft, Kerzenschein und herausgeputzte Kühe. Jeder Kenner der deutschen Schauszene weiß, dass es in dieser Konstellation nur eine Alternative gibt - RSA-Nikolausschau.



Nachzuchten

Den Auftakt machte die Nachzuchtsammlung des Bullen Mardan 822 247. Mardan ist ein Marbach-Sohn aus einer kanadischen Kuhfamilie. Durch die Kombination Marbach x Laudan x Inquirer x Rudolph ist er stark milchleistungsorientiert gezogen, was seine Töchter auch in vollem Umfang in den Ställen umsetzen. Die sechs im Ring vorgestellten Töchter, die aus bisher nur 20 abgekalbten Nachkommen dieses Bullen selektiert wurden, zeigten ein sehr einheitliches Bild. Mittelrahmige, sehr exakt gebaute Kühe, die vor allem durch ihre Euterqualität beeindruckten. Als Siegerin wurde letztendlich mit Sivana (AEG Abbendorf, Diesdorf) die typstärkste Färse dieser Gruppe gewählt.


Mardan-Tochter Sivana von der Agrar-Erzeugergem. Abbendorf

Nicht zum ersten Mal präsentierte sich der Exterieur-Spezialist Cecon 821 365 mit einer Nachzuchtgruppe der breiten Öffentlichkeit. Aber auch dieses Mal konnten die Ausgestellten im vollen Umfang das sehr hohe Vererbungspotential des Capri-Sohnes darstellen. Die sieben im Ring befindlichen Kühe zeigten sich als typstarke, elegante und entwicklungsfähige junge Färsen, die durch lange Becken und die glasklaren Fundamente überzeugten. Glanzpunkt waren aber auch dieses Mal die sehr hohen, breiten und hoch angesetzten Euter, die keine Wünsche offen, ließen. Den Sieg in dieser Klasse holte sich Reni von der GbR Busse-Müller-Pieper in Schelldorf, die, so die Worte des Preisrichters, durch ihren fehlerlosen Gesamteindruck gegenüber ihren Konkurrentinnen punkten konnte.


Cecon-Tochter Reni von der GbR Busse-Müller-Pieper, Schelldorf

Jungkuhklassen

Als beste der ersten Gruppe wurde mit Rosalie eine Ramsey-Tochter aus der AG Fischbeck an die Spitze gestellt. Rosalie zeigte sich mit sehr viel Typ und guten Bewegungsabläufen. Die Ausprägung des Hintereuters sowie der Schuss mehr Jungendlichkeit stellten sie über die körper- und typstarke Sherlock-Tochter BFH Azaria von der GbR Braune aus Schönwalde.

Der Ausgang der zweiten Klasse darf wohl als die große Überraschung der Schau gewertet werden. Bis zum Aufstellen schien alles seinen erwarteten Lauf zu nehmen, doch dann stellte der Preisrichter die Spitze nochmals um, was für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Siegerin der Klasse wurde die Jasper2-Tochter RS Lena (Egon Strudthoff, Geveshausen), die sich für Marko Radke frischer zeigte und Vorteile in der Ausprägung des Zentralbandes hatte. Zweite war keine Geringere als die Reservesieger-Färse der DHV-Schau 2011, MHG Latima (v. Howie).

Indiana, eine Cassano-Tochter vom Landwirtschaftsbetrieb Schröter, Tilleda, bestach durch ihre sagenhafte Ausstrahlung, durch sehr viel Länge und Eleganz. Das paarte sie mit einem exzellentem Beinwerk, einem sehr drüsigen breiten Euter, und war damit der Konkurrenz in der dritten Klasse deutlich überlegen. Mit der rotbunten Lawn-Boy-Färse Marleni von Hans Perk, Spahnharrenstätte, schob sich zum ersten Mal die rotbunte Farbzeichnung mit in den Vordergrund.


Cassano-Tochter Indiana vom Landwirtschaftsbetrieb Schröter, Tilleda

Auch in der letzten Klasse der Färsenrubrik zeigten sich die teilnehmenden Tiere mit einer sehr hohen Qualität im Ring. Der Sieg ging hier an die Goldwin-Tochter Loh Lindy von Andreas Lohmöller, Listrup. Diese noch sehr jugendliche Färse überzeugte durch ihren großartigen Typ, das sehr gute Bein und durch ein Euter, dass in seiner Ausprägung keine Wünsche offen ließ. Ihr am nächsten kam die Cassano-Tochter Luise vom Landwirtschaftsbetrieb Schröter in Tilleda.

Die Goldwin-Tochter Loh Lindy machte letztendlich das Rennen und wurde  mit dem Wanderpokal für die beste Färse der Schau ausgezeichnet. Der Reservesieg ging an die Jasper2-Tochter Lena.

Zweitkalbskühe

Mit Töchtern von Cecon und Van Gogh wurde die Rubrik der mittleren Kühe eröffnet. Der Sieg der siebten Klasse ging an die Cecon-Tochter Cilla von der AG Klein Schwechten, die sich als sehr komplette und extrem ausbalancierte Kuh zeigte. Ihr folgte auf dem 1b-Platz  Abille, eine sehr rahmige und typstarke Tochter unseres Spitzenvererbers Van Gogh.

Wie schon in der Klasse zuvor waren in der folgenden Klasse nur Kühe des RSA-Premium-Segments vertreten. Die Siegerin machte durch ihr ausgewogenes Gesamtpaket auf sich aufmerksam, Soraya von der AG Lückstedt, die auch über das beste Euter der ganzen Klasse verfügte. Auf den 1b-Platz kam die Sheriff-Tochter Shanty von der AG Fischbeck, die sehr viel Milchtyp zeigte und vor allem durch ihr sehr  breites Euter überzeugen konnte.

Das höchste Level zeigte in der neunten Klasse die schauerfahrene und bekannte Damion-Tochter Belinda von Friedrichs in Hengstlage. Sie zog von Beginn an die Blicke der Besucher auf sich und siegte souverän vor einem Schauneuling. Für die Marbach-Tochter Romana vom Landwirtschaftsbetrieb Jörg Schröter in Tilleda war es die erste Schauteilnahme. Sie bestach durch sehr viel Länge in der Mittelhand, zeigte sich noch sehr jugendlich und war mit dem besten Euter dieser Klasse ausgestattet.

Die Outside-Tochter MHG Steffi von Mertens in Mölendorf überstrahlte ihre Konkurrentinnen in der nächsten Klasse. Sie zeigte sich sehr elegant, mit viel Typ und Länge ausgestattet und ist eine wahre Schaukuh. Auf den zweiten Platz kam die Amateur-Tochter Amanda von der GbR Kersten in Eversdorf.


Outside-Tochter MHG Steffi von der GbR Mertens, Möllendorf

Mit der Damion-Tochter Belinda und der Outside-Tochter MHG Steffi überstrahlten zwei Kühe den Rest der Konkurrenz. Letztlich ging der Sieg an Belinda, die damit eine äußerst erfolgreiche Schausaison als Zweitkalbskuh großartig abschloss.

Alte Kühe

Auf dem 1a-Platz in der ersten Klasse der alten Kühe stand die bekannte rotbunte Talent2-Tochter Maxima (Henrik Wille, Herbergen), die durch ihren grandiosen Typ, das exzellente Beinwerk und ihr gut aufgehängtes Euter bestach. Gerade ihr phänomenaler Typ rangierte sie letztlich vor der europaschauerfahrenen Marbach-Tochter Loh Nastygirl (Bernd-Schulte Lohmöller, Borsum).

Mit Kora (v. Outside) vom Zuchtbetrieb Batke in Visbek war der Grand Champion von 2009 in der zwölften Klasse vertreten, sie konnte die Klasse für sich entscheiden. Ihre enorme Präsens im Ring und vor allem ihre Überlegenheit in Kapazität und Typ stellten sie vor die edle Talent2-Tochter MHG Eileen von der GbR Mertens, Möllendorf, die in der Ausprägung des Beinwerks und des Euters der Siegerkuh noch überlegen war.

Den Klassensieg in der letzten Klasse sicherte sich die Rudnik-Tochter Anna von der AG Fischbeck und war damit die Königin der Königsklasse, so der Preisrichter. Der Betrieb Schröter in Tilleda stellte mit den Stormatic-Töchtern Roxanne und Marleen die Nächstplatzierten. Mit Marleen stellte er auch die älteste Kuh der Schau, die auch die höchste Lebensleistung aller Schautiere hatte. Darüber hinaus stellte sie wohl einen Rekord für die Ewigkeit auf. Mittlerweile in der siebten Laktation melkend, war sie in ununterbrochener Reihenfolge in jeder Laktation auf der Nikolausschau.

Der Sieg dieser Rubrik ging an die Talent2-Tochter Maxima. Die Reservesiegerin wurde die drittkalbige Marbach-Tochter Nastygirl, was nochmals die überragende Qualität der Kühe in der dritten Laktation unterstreicht.

Siegerauswahl RSA-Premium-Segment

„Wenn diese Auswahl auch ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des Zuchtprogramms ist, dann muss dem RSA nicht bange werden.“, so die lobenden Worte von Marko Radke. Die AG Fischbeck, seit Jahren ein Garant für gute Kühe mit dem Prädikat „Made by RSA“ sicherte sich einen beeindruckenden Doppelsieg. RSA-Premium-Champion wurde die in der sechsten Laktation stehende Rudnik-Tochter Anna vor der Ramsey-Tochter Rosalie. Ein schöner Erfolg für diesen traditionellen Zuchtbetrieb.


Rudnik-Tochter Anna von der AG Fischbeck

Grand Champion

Vier beeindruckende Kühe wollten sich den Titel sichern, aber nur eine konnte den großen Pokal mit nach Hause nehmen. Nachdem der Preisrichter alle Kühe nochmals ausführlich gewürdigt hatte, gab er dem Grand Champion der 21. RSA-Nikolausschau den berühmten Klaps. Und diesen bekam RH Maxima. Damit hatte zum ersten Mal eine rotbunte Kuh die Nikolausschau gewonnen. Glückwunsch an den Zuchtbetrieb Wille, der seit vielen Jahren zu den Beschickern der Nikolausschau zählt. Der RSA ist in der glücklichen Lage, die beiden einzigen Bullen aus dieser Kuh in seinem Besitz zu haben. Bleibt zu hoffen, dass diese die enorme Qualität ihrer Mutter breit in die Population bringen können.

Hier finden Sie alle 1a- 1b-Platzierungen der 21. RSA-Nikolausschau.