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Bullen 2012






Die 1. Bundesjungviehschau Fleckvieh-Simmental - ein voller Erfolg

SAKY (Scotty x Palma), der Bundessieger Jungbullen, gezogen v. M. Bock

Es war ein tolles Wochenende im Zeichen der Fleckviehzucht. Ein gelungener Züchterabend, allerbeste Tierqualität, super Wetter, engagierte und am Ende sehr zufriedene Züchter, enorm viele Zuschauer auf den Tribünen, ein fachkundiges Preisrichterteam und ein großer Erfolg für das RSA-Team.


Eingebettet in die Grünen Tage Thüringen 2010 in Erfurt fand am 12. September 2010 die 1. VDSI-Bundesjungviehschau der Rasse Fleckvieh-Simmental(Fleisch) statt. Mit einem Schaukontingent von 63 Tieren war der Wettbewerb bestens besetzt. Der RSA war durch die Mitgliedsbetriebe AG Hamersleben, Michael Bock (beide Bördekreis), Feißel GbR (Ldkr. Stendal), Ines Porse (Burgenlandkreis), Bernd Röder (Bördekreis), Torsten Nagel (Ldkr. Stendal) und Winfried Heinisch (Bördekreis) sehr gut vertreten.
Gerichtet wurde der Wettbewerb von Henning Hansen (Vors. d. Dänischen Simmentalverbandes u. Vertreter der dänischen u. schwedischen Fleischrindzüchter bei VIKING) und Hans Zill (Vorstandsmitgl. im Fleischrindzuchtverband Bayern e.V u. 2. Vors. d. VDSI).

Bundessieger bei den Jungbullen und damit "Mister SIMMENTAL" wurde der 16 Monate alte SAKY (Scotty x Palma), gezogen von MIchael Bock, Rathmannsdorf. Der von den Züchtern Hans-Jürgen Liptow und Regina Knips gestiftete Wanderpokal wird nun für genau vier Jahre einen Ehrenplaz im Betrieb Bock finden. SAKY ist ein gedeckter Bulle, der, bezogen auf sein Alter, sehr viel Rahmen, dabei aber auch eine gut ausgeformte Bemuskelung und ein tadelloses Exterieur zeigt. Der Reservesieg ging mit TURBO (Tomba x Bodo) an einen der jüngsten Bullen im Wettbewerb. Der erst neun Monate alte, sehr viel versprechende Jungbulle wurde von Mirko Telle, Laasdorf (Thüringen), gezogen. Nach diesem ersten Höhepunkt ging es sofort spannend weiter.
Der Vergleich der tragenden Rinder hatte es in sich. Siebzehn wirklich erstklassige Tiere in vier Gruppen hatten sich zu qualifizieren. Dabei kamen jeweils die Ia- und Ib-Preisträger in die Wertungsgruppe für den Bundessiegertitel. Ein Ia-Ergebnis in dieser Gruppe war hart erkämpft. Um so größer die Freude über das Ergebnis. Der im Nebenerwerb betriebene Zuchtbetrieb Torsten Nagel, Warburg, das erste Mal auf einer Bundesschau dabei, konnte mit LINA, einer sehr schönen Dannemann-Tochter aus einer Heiner-Mutter einen Ia-Preis erringen. Der Glückwunsch gilt den Nagels ganz besonders auch aus folgendem Grund: Die Töchter Frederike (14), Ulricke (20) und Carolin (25) haben sich mit großem Engagement der Fleckviehzucht verschrieben und die Tiere in Erfurt sehr gekonnt vorgeführt. Alle drei waren übrigens eine Woche später mit ihren Färsen auch auf dem 6. Bundesjungzüchterwettbewerb Fleischrinder in Mecklenburg-Vorpommern dabei.
Die nächste Kategorie bildeten die Färsen im Alter 13 - 21 Monate. Auch hier gabe es ein absolutes Spitzenaufgebot aus 16 sehr ausgeglichenen Rindern.

Auch hier ging für HERTA (Poker x Herluf), gezogen von der Feißel GbR in Käthen, ein Ia-Preis nach Sachsen-Anhalt. Glückwunsch auch an die AG Hamersleben, die sich das erste Mal auf Bundesebene präsentierte und einen Ib-Preis erreichte.




Die letzte Richtklasse betraf den aktuellen, gerade abgesetzten Jahrgang der weiblichen Jungrinder vom 8. bis 12. Monat. Mit 20 Rindern in 4 Klassen stellten die Jüngsten die größte Gruppe. Interessant war, dass in dieser Gruppe mehr als die Hälfte, nämlich 11 Rinder aus ganz gezielten Anpaarungen (deutsche und internationale KB-Bullen) stammten. Diese Jungrinder präsentierten eindrucksvoll das Zuchtziel der Rasse und gleichzeitig eine so nicht erwartete gleichmäßige Ausrichtung auf Tiere mit viel Typ, Tiefe, Mittelhandlänge und sehr guter Bemuskelung. Wie auf der gesamten Schau kam auch hier deutlich positiv zum Ausdruck, das es kein Tier gab, das hier nicht hingehört hätte. Die Richtentscheidungen betrafen Nuancen wie Beinstellung, Beckenlage, Breite etc., aber nie fehlenden Typ. Insgesamt zeigten sich hier Jungrinder mit sehr viel Potential.
Aus dem RSA-Team konnte sich Ines Porse, Bad Bibra, mit einem Ib-Preis in dieser Gruppe am besten platzieren.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und wünschen weiterhin viel Zuchterfolg.

Gernot Pohl