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Fleischrindrasse: VOGESENRIND


Zuchtziel

Vogesenrinder sind anspruchslos und an die Bedingungen des Gebirges hervorragend angepasst. Es wird vermutet, dass der Ursprung der Rasse im 17. Jh. liegt. Während des 30-jährigen Krieges brachten schwedische Soldaten Jemtländer, eine dem Vogesenrind in der Färbung ähnliche schwedische Rasse, in die Vogesen. Die damaligen Vogesenrinder waren, den Anforderungen der damaligen Zeit entsprechend, Dreinutzungsrinder (Arbit, Milch, Fleisch). Den Höhepunkt ihrer Verbreitung hatte die Rasse im Jahr 1914, seitdem ging der Bestand kontinuierlich zurück. Im Jahr 1971 wurde begonnen, in sehr beschränktem Maße Sperma von Telemarkrindern aus Norwegen einzusetzen. Eine Maßnahme, die sich aber nicht bewährte. Erst die Aufnahme in ein nationales französisches Förderprogramm im Jahr 1986 bewahrte die Rasse vor dem Aussterben. Die heutigen Vogesenrinder haben eine Milchleistung von etwa 3500 Liter pro Jahr. Sie sind durch ihre Milchinhaltsstoffe zum einen prädestiniert zur Produktion des berühmten Münster-Käses und zum anderen wegen ihrer Frühreife, guter Fleischleistung und hohen täglichen Zunahme zur Mutterkuhhaltung.


Rassetypische Merkmale:

  • schwarze Seitenplatten, weißer Rückenstreifen(Feder), weißer Schwanz und weiße Unterseite
  • weiße Beine von Karpal- bzw. Tarsalgelenken abwärts. Randgebiete der Pigmentierung entweder schaft gezeichnet oder gesprenkelt.
  • Kopf meist grauschimmelig, dunkle Augenringe. Flotzmaul sowie dessen Umgebung ebenfalls dunkel
  • quadratische Stirn, kurzer Kopf und breites Maul
  • starke, feste Gliedmaßen, harte schwarze Klauen
  • temperamentvoll
  • leichtkalbig, bei guter Fruchtbarkeit


Maße und Gewichte:


Bullen
Kühe
Gewicht (kg)
  850 - 1.000
550 - 600
Widerristhöhe (cm)
135 - 140
125 - 135



männl. Tiere
weibl. Tiere
Geburtsgewicht (kg)
40
36