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Die 5. Bundesfärsenweide fand in neuer Konzeption am 15. Oktober 2011 im Zuchtbetrieb AG "Wethautal" Scheiplitz (Sachsen-Anhalt) statt. Erstmals standen neben 10 tragenden Färsen auch ein Bulle und 19 Jungrinder zum Verkauf. Natürlich waren aller Augen auf das Ergebnis gerichtet. Das flexible Reagieren hat sich gelohnt. Das Fazit war mit 27 verkauften Tieren (von 30) sowohl von der Anzahl der auktionierten Tiere, als auch vom Preis eindeutig positiv.
Es gelang, einen guten Kompromiss zwischen einem „normalen Auktionsangebot“ (Anlieferung der Tiere vom Züchterstall direkt zur Auktion) und der Färsenweide zu finden. Seit Mai weiden die 11 deckfähigen Färsen und ein ausgesuchter Bulle gemeinsam in einer Herde. Das heißt, die Tiere wurden unter absolut vergleichbaren Bedingungen gehalten. Die Leistungsbereitschaft beruht ausschließlich auf dem Grünlandertrag. Tiere, die unter diesen Bedingungen gute Leistungen zeigen, sind bestens für die Mutterkuhhaltung geeignet. Wer wollte, hatte die Gelegenheit, die Tiere schon während dieser Weideperiode in Augenschein zu nehmen. Bei der TU vor der Auktion waren von den 11 Färsen, eine Färse nicht tragend (Schlachtung) und bei einer Färse (Kat.9) konnte die Trächtigkeit gerade so festgestellt werden (1. Monat). Dazu kamen dann 17 genetisch gut sortierte Jungrinder (8-12 Monate). Natürlich hatten auch diese Rinder die Weideperiode absolviert.
Punkt 13.00 Uhr begann unser bewährter Auktionator Dieter Brockhoff (WEU) mit der Versteigerung. Nach einem sehr guten Auftakt fehlte zwischenzeitlich ein wenig Schwung, aber das Ergebnis konnte am Ende alle gestellten Erwartungen erfüllen. Der durchschnittliche Zuschlagpreis für tragende Färsen lag in diesem Jahr um 400 € höher als der Top Seller 2010. (1.600 €)
| Kategorie | aufgetriebene Tiere | verkaufte Tiere | Durchschnittspreis € |
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| Färsen | 10 | 9 | 2.005,56 | | Bulle | 1 | 1 | 2.200,00 | | Jungrinder | 19 | 17 | 1.235,29 |
Die Käufer kamen aus Deutschland und der Schweiz. Die Tiere wurden verkauft in die Zuchtgebiete: Niedersachsen – 4 Tiere; Thüringen – 1 Tier; Brandenburg – 1 Tier; Sachsen-Anhalt – 5 Tiere; Schleswig Holstein – 3 Tiere; Saarland – 2 Tiere; Hessen – 1 Tier; Nordrhein-Westfalen – 1 Tier. In die Schweiz gingen 6 Tiere. Wir danken dabei besonders den Schweizer Simmentalzüchtern für ihr Vertrauen.
Das Fazit: Die Idee, eine bundesweit offene Färsenauktion im Herbst durchzuführen, hat sich bewährt. Es war dem VDSI wichtig, die „Best of“ zu unterstützen und trotzdem nicht auf die Färsenweide zu verzichten. Der zeitliche Abstand zur „Best of“ (jeweils im April) scheint ausreichend groß. Sowohl zahlenmäßig, als auch finanziell war dies das beste Auktionsergebnis, das für die Rasse in Deutschland überhaupt erzielt wurde. Das stimmt sehr optimistisch für die Rasse und für die Fortsetzung der Färsenweide in der nun gefundenen Konstellation.
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